Pressetexte und Bilder
Kurzinformation über die Österreichische Rettungshundebrigade
ÖSTERREICHISCHE RETTUNGSHUNDEBRIGADE (ÖRHB)
Geschichte
Die ÖRHB wurde im Jahre 1966 von einigen vorbildlichen, engagierten Idealisten in Wien gegründet.
Die ÖRHB stellt sich die Aufgabe, an 365 Tagen, bei Tag und Nacht, kostenlos und unentgeltlich ihre bestens ausgebildeten Hundeführer mit deren Hunden und Helfer in den Dienst unserer Mitmenschen zu stellen.
Die Ausbildung zum einsatzfähigen Rettungsteam erfordert großes Durchhaltevermögen, sowie zahlreiche Ausbildungsstufen für die Helfer und Hundeführer mit deren Suchhunden. Ist dieses doch sehr schöne Ziel erreicht, werden unsere Rettungsteams für Menschen im In- und Ausland, die in Not geraten sind, eingesetzt.
Sämtliche Freizeit wird von den ehrenamtlichen Mitgliedern und deren Hunden, dazu aufgebracht, um dieses hohe Maß an Voraussetzung und das Endziel, Rettungshundeführer zu werden, aufgewendet.
Durch ständige Schulungen, Übungen und Prüfungen wird in der ÖRHB sichergestellt, dass das Leistungs-niveau der Hundeführer mit seinen Hunden, Helfer, Gruppenkommandanten und Trainern auf einem hohen Stand gehalten werden.
Der Hundeführer
Der Hundeführer und sein Vierbeiner müssen gut harmonisieren. Er muss lernen seinem Hund zu vertrauen und sich auf dessen Fähigkeiten und Arbeitswillen zu verlassen, denn im Einsatz sind die Hunde auf sich allein gestellt, sind häufig außer Sichtweite. Um diese Aufgaben bewältigen zu können, ist ein regelmäßiges Training, sowie Schulungen Pflicht. Außerdem muss der Hundeführer natürlich in Erster Hilfe ausgebildet sein, um die gefundene Person vor Ort versorgen zu können. Auch den Umgang mit dem Funkgerät, sowie das Kartenlesen und die Orientierung mit Hilfe des Kompass muss der Hundeführer beherrschen.
Der Helfer
Helfer sind jene Mitglieder der ÖRHB, welche ohne Hund arbeiten. Dennoch tragen sie eine hohe Verant-wortung in der Ausbildung der Hunde. Sie sind es, die als Versteckpersonen, Opfer mimen und den Hund nach erfolgreicher Suche belohnen. Die korrekte Bestätigung des Hundes ist von immenser Bedeutung, denn allein davon sind Motivation und Arbeitswille der Hunde abhängig. Ebenso wie der Hundeführer muss er die Orientierung mit Karte und Kompass, sowie Erste Hilfe Maßnahmen beherrschen.
Der Hund
Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert etwa 2 Jahre.
Unsere Hunde werden ausschließlich über positive Motivation ausgebildet, d. h. ihr Spiel- oder Futtertrieb wird genutzt, um ihnen das Anzeigen von vermissten Personen beizubringen. Zusätzlich zum Suchen lernen die Hunde auch Hindernisse, die sie bei der Suche behindern, geschickt zu bewältigen. Ein weiterer wichtiger Faktor in der Hundeausbildung ist der Gehorsam, denn die Hunde müssen auch unter Ablenkung dem Hundeführer gehorchen.
Grundsätzlich ist jeder Hund geeignet. Er sollte über gute Charaktereigenschaften verfügen, verträglich, gehorsam und nicht schreckhaft sein.
Ein verträglicher Charakter ist wichtig, da er mit anderen Hunden gemeinsam im Einsatz ist. Er muss seine Arbeit tun und darf nicht zu Raufen beginnen. Auch Menschen gegenüber muss der Hund entsprechend sozialisiert sein. Wenn er die vermisste (eventuell auch verletzte) Person findet, darf er nicht aufdringlich werden. Ebenso leisten wir Öffentlichkeitsarbeiten und werden immer wieder zu Vorführungen gebeten, hier sollte eine perfekte Unterordnung gezeigt werden.
SUCHARTEN
In der Fläche verbringen wir die meiste Zeit des Übungsbetriebes, denn die häufigste Einsatzsituation ist die Vermisstensuche in großen Waldgebieten. Das Einweisen des Hundes in seine Suchrichtung ist ein wichtiges Element in der Flächensuche. Durch das wiederholte Vorgeben der Suchrichtung, kann der Hundeführer leichter beurteilen welche Flächenabschnitte abgesucht worden sind.
Die Trümmersuche
Bei der Ausbildung im Trümmerbereich ist es immer wieder notwendig, mit den Hunden auf unterschiedlichen Geländearten zu arbeiten, damit sie im Einsatzfall nahezu jeder realen Trümmerlage gewachsen sind. Fundierte Kenntnisse der Trümmerkunde, wie sich die Aktiven unserer Rettungshundestaffel in zahlreichen theoretischen und praktischen Übungsstunden aneignen, sind unter den hier gezeigten Umständen durchaus lebenswichtig für Mensch und Hund.
Die Lawinensuche
Bei der Suche von Lawinenopfern ist der Rettungshund noch immer sehr wichtig. Der Einsatz von Hunden kann die Zeit der Suche von Verschütteten auf bis ein Zehntel verringern. Aufgrund der niedrigen Tempera-turen und Sauerstoffmangel, ist der rasche Hundeeinsatz hier besonders wichtig.
Die Fährtensuche
Die Fährtensuche ist eine Suchart, welche leider nicht sehr oft zum Einsatz kommt. Dies liegt vor allem daran, dass meist nicht genau bekannt ist, von welchem Punkt aus sich die vermisste Person entfernt hat. Um eine Fährtensuche zu beginnen, muss der Hundeführer den Hund relativ exakt an den Ausgangspunkt der Fährte (z.B. das Wohnhaus oder das abgestellte Auto) bringen, nur dann kann der Hund die Fährte aufnehmen und ihr bis zur vermissten Person folgen. Anwendung findet diese Suchart vor allem dann, wenn nach einem Un-fall das Unfallopfer im Schock den Unfallort verlässt.
Über die österreichweite Notrufnummer 01 288 98 oder den Landesnotruf 0664-151 91 51 sind wir rund um die Uhr für Sie kostenlos erreichbar!






